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Wegweiser: Wie Unternehmen den passenden Managed Service Provider finden können

Jede unternehmerische Investition erfordert das Abwägen diverser Faktoren, einschließlich der Bedürfnisse aller Akteure Ihres Unternehmens und der Ausrichtung an Ihren Unternehmenszielen, sowie der funktionalen Anforderungen, der Vor- und Nachteile und der TCO jeder Lösung.

Gerade deutsche Unternehmen im KMU-Bereich stehen vor der Herausforderung, dass der Markt sehr unübersichtlich ist und über keinerlei Regularien verfügt.

Grundsätzlich ist nur eine Handvoll IT-Unternehmen in der Lage und willens, professionelle Dienste zu erbringen. Diese IT-Unternehmen begreifen sich als intellektuell arbeitender Berufsstand und erbringen die vertraglich vereinbarten Leistungen nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Berufsausübung, d.h. diese progressiven IT-Unternehmen regulieren sich selbst, anhand anerkannter ITSM-Modelle. Zu finden sind diese Unternehmen in bestimmten Systemverbünden und Branchenverbänden, wie der MSPAlliance.

Unsere Partner, als auch wir, stellen bei der Übernahme der IT-Betriebsverantwortung für neue Klienten von sogenannten IT-Dienstleistern des Öfteren fest, in welch schlechtem Zustand deren Infrastruktur ist. welch hohes Ausfallrisiko dort herrscht und wie überrascht die neuen Klienten sind, dass es auch Anders geht.

Wenn Unternehmen Managed- und/oder Cloud-Services einkaufen möchten, sollten sie sich über einige Dinge klar sein und schon im Vorfelde die Spreu vom Weizen trennen. In anderen Fällen sollten sie möglicherweise einen Wechsel des Anbieters in Betracht ziehen.

Managed Services sind abhängig von Bandbreite, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Breitbandverbindung. Die eingekauften Dienste müssen sich unkompliziert in die bestehende Infrastruktur integrieren. Professionelle Dienstanbieter werden Infrastrukturen auf deren Eignung für die zu liefernden Dienste überprüfen. Gemeinhin werden diese On-Boarding-Audits separat berechnet. Das Managed Service Agreement (MSA) muss den reibungslosen Exit regeln, auch für den Fall, dass der Dienstanbieter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Während des Übergangs wird der bisherige Service Provider mit dem neuen Service Provider zusammenarbeiten, um die Verfügbarkeit aller Dienste zu gewährleisten. MSPs sind Spezialisten, entweder für bestimmte Branchen, oder für bestimmte Hersteller und deren Lösungen. Der Generalist ist ein Mythos. Einkäufer müssen schauen, dass die Expertise des Dienstanbieters zum eigenen Bedarf passt. Professionelle IT-Unternehmen arbeiten in Verbünden und Netzwerken, sind also in der Lage die eigene Expertise, durch Partner zu erweitern. Branchenverbände, Verbünde und Netzwerke stellen das Vorhandensein der behaupteten Expertise sicher. Berufsverbände, wie die MSPAlliance, verleihen entsprechende Zertifizierungen, angelehnt an die ISO-Äquivalente. Interessenten muss es klar sein, dass sie an Kontrolle und Flexibilität zugunsten standardisierter Dienste des Service Providers einbüßen. Standardisierung und Automatisierung sind nötig, um mit möglichst geringen Ressourcen, qualitativ hochwertige verwaltete Dienste an eine größere Anzahl mittelständischer Unternehmen liefern zu können. Unternehmen in regulierten Branchen müssen prüfen, ob das IT-Unternehmen diesen Anforderungen gerecht werden und bleiben kann. KMU sollten sicher stellen, dass ein detailliertes Service Level Agreement (SLA) abgeschlossen wird, mit dem sich die Leistung des Dienstanbieters messen lässt und das Strafen für dessen Nicht-Einhaltung vorsieht. Voraussetzungen  und Schwellwerte sollten klar definiert sein. Ausführliche Leistungsbeschreibungen sollten Vertragsbestandteil sein. Datenschutz, Datensicherheit, Verfügbarkeit und Supportoptionen sollten eindeutig beschrieben sein. Zu einem Betriebskonzept gehören auch die entsprechenden Standard Operating Policies (SOP). Die SOP enthalten auch einen Abwicklungsmechanismus, der den reibungslosen Exit ermöglicht. Der Dienstanbieter muss ein hohes Maß an Sicherheit garantieren können und dies nötigenfalls über Referenzen, Zertifizierungen und Auszeichnungen nachweisen können.

Bevor Unternehmen zu Managed Services wechseln, gilt es demnach eine Reihe von Gesprächen zu führen, intern und erst Recht mit zukünftigen MSPs, um sicherzustellen, dass Managed Services für Ihr Unternehmen geeignet sind und –viel wichtiger – dass der Dienstanbieter für das Unternehmen geeignet ist:

Kapazitäten und Angebote

Mit dem zukünftigen MSP sollte über verwendete Metriken zur Beurteilung von Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit gesprochen werden. Fragen Sie nach einer Professional Services Automation (PSA)-Software und eine Remote Monitoring and Management (RMM)-Software. Informieren Sie sich über den Service-Katalog und die verschiedenen Preisstaffeln und lesen Sie die Leistungsbeschreibungen. Sprechen Sie darüber, ob die eingekauften Dienste flexibel skaliert werden können und ob der MSP neben der Ferndiagnose auch in der Lage ist, Probleme ohne Interaktion zu beheben. Lassen Sie sich erklären, ob es nötigenfalls möglich ist, Dienste zu individualisieren. Völlig nebensächlich nach dem heutigen Stand der Technik ist die Größe des Dienstanbieters: Standardisierung und Automatisierung erlauben es auch mit wenigen Mitarbeitern, größere Infrastrukturen effizient zu verwalten. Kleinere Anbieter haben den Vorteil des persönlichen Umgangs, des kurzen Dienstwegs und des tieferen Verständnisses des Mittelstands. Sie sollten sich das Betriebskonzept präsentieren lassen. Das Anbieten diverser Einzeldienste macht noch keinen Managed Service Provider, sondern erst die Fähigkeit und der Wille, Ihnen die komplette Betriebsverantwortung abzunehmen. Lassen Sie sich den Onbaording-Prozess darlegen. Progressive IT-Unternehmen nehmen nicht jede Infrastruktur und jedes Geschäft an. Projekte sollten integraler Bestandteil des Angebots sein und kein Selbstzweck. IT-Unternehmen, die nebenbei Einzelgeschäfte betreiben, haben in der Regel weniger Ressourcen für den ständigen Betrieb Ihrer IT zur Verfügung. Der Fachhändler ist obsolet, Service Provider sind Spezialisten. Wer zu viel wert auf Hard- und Software legt, kann Ihnen nicht den modernen Arbeitsplatz des Digitalzeitalters bieten. Die wirtschaftliche und finanzielle Gesundheit des Dienstanbieters ist ein wichtiges Kriterium. Schauen Sie sich deshalb das Preis- und Gehaltsgefüge des IT-Unternehmens genau an. Angemessene und sinnvolle Honorare zeugen nicht nur von Professionalität, sondern sind ein Indiz dafür, dass Ihnen der MSP eine Perspektive für mindestens die nächsten zehn Jahre bieten kann.

Datenschutz und Verantwortlichkeit

Der Dienstanbieter sollte Ihnen ein genaues Datenschutzkonzept vorlegen können. Hierzu gehört ein detaillierter AV-Vertrag, genauso, wie Disaster-Recovery- und Datensicherungs-Regelungen. Wichtig ist auch, sich darüber zu informieren, was passiert, sollte der Service Provider seine Operationen einstellen. Datensicherheit und Datenschutz beim Dienstanbieter intern, sollte ebenso ernst genommen werden, wie bei Klientinnen und Klienten. Infolge der DSGVO ist es wichtig, sich über Unterauftragsverarbeiter zu informieren. Lernen Sie das Partner-Ökosystem des Service Providers kennen: Die Professionalität das Partner-Netzwerk, sagt viel über die Professionalität des Dienstanbieters selbst aus. Lassen Sie sich darlegen, ob der Dienstanbieter in der Lage ist, Datenträger rechtskonform zu entsorgen und darüber Rechenschaft abzulegen.

Support und Training

Lassen Sie sich genau erklären, wie der Support geleistet wird und welche Ressourcen zur Selbsthilfe zur Verfügung stehen. Professionelle Dienstanbieter offerieren Trainings. Stellen Sie sicher, dass ein nach ITIL geregelter Helpdesk und eine Eskalationsstrategie existieren. Der Service Provider sollte nötigenfalls schnell und zeitnah reagieren. Antwortzeiten sind wichtiger als Reaktionszeiten. Nehmen Sie Abstand von Service Providern, die nebenbei auch Break-/Fix anbieten. Viel wichtiger sind Informationen über Hard- und Software-Lifecycle-Regelungen. Generell sollte ein professioneller Dienstanbieter die entsprechenden Dienstausführungsregelungen (SOP) parat haben, eingebettet in ein detailliertes Betriebskonzept für die Klientinnen und Klienten. Möglicherweise stehen Ihnen moderne Kollaborationsmethoden, wie Microsoft Teams und Yammer zur Verfügung.

Kompetenz

Sprechen Sie mit dem IT-Unternehmen über Referenzen, Zertifizierungen und Auszeichnungen. Stellen Sie sicher, dass Managed- und Cloud Services ein strategisches Geschäftsfeld für das angedachte IT-Unternehmen sind, besser das Einzige; die Kernkompetenz. Technische Zertifizierungen von Mitarbeitern, sind wichtiger als Herstellerauszeichnungen, die viel zu oft auf Verkaufszahlen beruhen. Technische Zertifizierungen sind, wenn sie ernst genommen werden, praxistauglicher und zielführender, als Universitätsabschlüsse. Gute Allgemeinbildung ist der Akademisierung vorzuziehen. Der deutsche Hang zur Extrem-Akademisierung ist eine Ursache für den sogenannten Fachkräftemangel, die Deregulierung am falschen Ende sicherlich eine Andere. Informieren Sie sich demnach darüber, wie sich der Dienstanbieter über technologische, rechtliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen und Trends auf dem Laufenden hält, sowie darüber, ob der MSP sich gesellschaftlich positioniert, also über die “eigene Nasenspitze” hinausdenkt. Extrem wichtig ist das Wissen über etwaige regulatorische Anforderungen. Wie lange Managed Services angeboten werden, ist eher nebensächlich. Wichtig ist vielmehr, dass der Fokus auf diesem Modell liegt und das die Transformation ernst genommen wird. Der “Born-In-The-Cloud” Anbieter kann ebenso gut sein, wie das altgediente Systemhaus, das mit der Zeit geht. Wer meint, dass die Transformation zum MSP ein einfacher, schneller Weg ist, der belügt sich selbst und seine Klientinnen und Klienten. Das sollten Sie berücksichtigen. Kompetenz manifestiert sich auch in der Fähigkeit, Netzwerke mit anderen gleichwertigen IT-Unternehmen zu bilden. Service Provider bilden eher eine “Familie”, denn Konkurrenz. Es gibt einen Unterschied zwischen intellektuellem Wettbewerb und der Konkurrenz. In unserem Berufsstand sollte Englisch beherrscht werden. Wer in unserer Branche kein Englisch kann, hat auf dem Markt nichts zu suchen.  Das ist ein Teil der intellektuellen, bildungsbürgerlichen Ausrichtung progressiver IT-Unternehmen. Lassen Sie sich darlegen, wie das IT-Unternehmen mit Anordnungen, oder Anforderungen von IT-Audits umgeht und stellen Sie sicher, dass der Dienstanbieter über Prozesse und Prozeduren verfügt, die angeforderten Informationen zur Verfügung zu stellen. Professionelle Dienstanbieter werden immer das empfehlen und unterstützen, was sie selbst kennen und im Idealfall selbst einsetzen. Präferieren Sie IT-Unternehmen, die Mitglied in berufsständischen Verbänden und qualitativ hochwertigen IT-Systemverbünden sind.

Kosten und Verträge

Informieren Sie sich über die Kostenstruktur und stellen Sie sicher, dass es innerhalb des Onboardings, oder davor eine Bestandsaufnahme Ihrer IT gibt. Kein professionelles IT-Unternehmen wird ungesehen Verantwortung für Infrastrukturen übernehmen. Das bedeutet auch, dass Sie möglicherweise bei Vertragsbeginn Investitionen vornehmen müssen, damit das versprochene Service Level gilt. Stellen Sie sicher, dass das Off-Boarding geregelt ist. Die Daten gehören Ihnen und der Zugang zu Systemen und Daten muss Ihnen bei Vertragsende garantiert sein. Professionelle Dienstanbieter werden die Transition zum neuen Dienstanbieter begleiten, damit eine reibungslose Übergabe stattfindet. Progressive IT-Unternehmen werden Ihnen Verhandlungen über individuelle SLA nicht verwehren, allerdings müssen Sie dann mit höheren Kosten rechnen, da die Verwaltung individueller SLA den Aufwand des Dienstanbieters erhöht. Überlegen Sie, ob Standard-SLA nicht ausreichend sind. Das gilt auch für individualisierte Verträge. Lassen Sie sich Fallstudien, oder ROI-Bewertungen präsentieren. Wenn es um Clouddienste geht, lassen Sie sich nicht einreden, dass diese generell preiswerter sind, als deren on-prem Äquivalent. Professionelle Dienstanbieter werden das mit Ihnen im Vorfelde genau erörtern und Ihne die Lösung zur Verfügung stellen, die Ihrem Unternehmen angemessen ist. Alle rechtlich relevanten Dokumente sollten fachanwaltlich überprüft sein. Fragen sie ruhig danach, ob und wer Leistungsbeschreibungen, SLA und Agreements geprüft hat. Fachanwälte für IT-Recht sind hier zu bevorzugen.

Service Provider weisen hohe moralische, ethische und fachliche Ansprüche auf, denen sie versuchen gerecht zu werden. Es gibt weder hundertprozentige Sicherheit, noch hundertprozentige Perfektion. Wichtig ist eine moderne Fehlerkultur. Überprüfen Sie, wie transparent und offensiv das IT-Unternehmen mit Fehlern umgeht und ob es bereit und fähig ist, zu lernen und sich anzupassen. Progressive IT-Unternehmen können sich problemlos neu erfinden und orientieren sich an den Branchenstandards. Stellen Sie sicher, dass das IT-Unternehmen offen und ehrlich seine Stärken und Schwächen einschätzt. Niemand weiß und kann alles und niemand kann alles wissen und können. Die Sätze “Wir können das nicht” und “Das übersteigt unsere Kapazitäten” dürfen kein No-Go sein. Progressive IT-Unternehmen begleiten neue Technologien, Trends und Hersteller stets konstruktiv kritisch und mit dem angemessenen Abstand und handeln so im Sinne ihrer Klienten. Professionelle Service Provider bieten Ihnen in persönlichen Meetings neue Impulse, Technologie zu Ihrem Vorteil gewinnbringend zu nutzen. Sie verhehlen nicht, für den Gewinn und für das Wachstum zu arbeiten. Für Service Provider ist der Kunde nicht König, sondern sie agieren mit Ihnen auf Augenhöhe und definieren geschäftliche Beziehungen als Partnerschaften. Managed Service Provider wissen einige Dinge besser und positionieren sich dementsprechend klar, denn erfolgreiche Klientinnen und Klienten sind das wertvollste Kapital, dessen Schutz vor Lug und Trug an oberster Stelle steht.

Managed Services sind kein Abrechnungsmodell, sondern ein progressives Geschäftsmodell, oder besser gesagt: Ein anerkannter Standard, oder Diensterbringungsmodell.


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Als prozessorientiertes, inhabergeführtes und Microsoft-nahes IT-Unternehmen unterstützt NIERO@net e.K. auf vertraglicher Basis anspruchsvolle kleine und mittelständische Unternehmen zwischen 10 und 75 Mitarbeitern in der Metropolregion Hamburg, als deren virtueller Chief Technology Officer (vCTO), über den gesamten IT-Lebenszyklus (Plan, Deliver, Operate) durch Managed Services, Hosted Software Services, Hosted System Services und Managed Public Cloud Solutions dabei, aus dem Kostenfaktor IT ein Profit-Center zu machen und durch höhere Produktivität einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

Wir arbeiten ausschließlich mit Profis! Wir arbeiten ausschließlich für Unternehmen, die eine Vision über ihre IT- und Unternehmensstrategie haben und diese professionell entwickeln und umsetzen möchten!

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16. Oktober 2019 Posted by | Small Business Consulting (Arbeitsethik), Small Business Solutions | , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Nachbetrachtung: 5. Datto-Autotask Usergroup Meeting

Vor einiger Zeit fand das 5. Datto-Autotask Usergroup Meeting in Hamburg statt.

Wir nahmen zum ersten Mal an einem Datto-Autotask Usergroup Meeting teil und hatten uns für den Business Track angemeldet.

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass es gut ist, dass sich um Datto herum eine intellektuell wertvolle und professionelle Community erfolgreicher IT-Unternehmen gebildet hat, die von Datto DACH unterstützt wird.

Gerade der unternehmerische Austausch innerhalb der Managed-Services-Branche ist wichtig und entsprechende Angebote sind leider in DACH rar. Es tut gut, sich mit Unternehmern auszutauschen, die in der notwendigen Transformation wesentlich weiter sind und insofern als “Leuchtturm” fungieren können.

Es waren zwei sehr informative und vor Allem inspirierende Tage. Schön zu sehen, dass wir alle im selben Boot sitzen und somit auch die selben Hürden zu überwinden haben. Auch schön zu sehen, dass wir grundsätzlich auf dem richtigen Weg sind, speziell in der Festlegung unserer Prozesse und Prozeduren.

Insofern waren gerade die Runde zum Ticket-Lifecycle und der ERP-Roundtable eine lohnenswerte Investition, aber auch die Runde zur Automation von Software Deployment.

Wir nehmen uns aus der “Datto-Woche” (Es gab ja auch noch den Stopp der “Datto City Tour”) mit, dass es für professionelle Service Provider wichtig ist, aktiv an der Kundenbasis zu arbeiten, um “Bremser” zu vermeiden, Hard- und Software zu standardisieren, um weniger Zeit mit Angebots- und Auftragsverwaltung zu verbringen, sowie die Zeit bis zum Ticketabschluss zu reduzieren und den Fortbildungsaufwand zu reduzieren. Darüber hinaus lohnt es sich, die SLA über die verschiedenen Service-TIERs stärker zu differenzieren. Sich zum “Produkt-Designer” zu wandeln, ist ein gutes Stichwort.

Einig waren wir uns auch, dass es eine größer werdende Anzahl von “Möchtegern-MSPs” gibt, die die Qualität des Berufsstands schmälern und dem Honorargefüge schaden. Dies erschwert zusätzlich Vertrieb und Marketing.

Als Resümee halten wir fest, dass ein aktives Engagement in der Usergroup eine lohnenswerte Investition ist, speziell dann, wenn im eigenen Unternehmen die technische Expertise, das Business Acumen übersteigt.

Herzlichen Dank den Organisatoren und herzlichen Dank an Datto für die aktive Unterstützung dieser Community-Aktivitäten.


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12. Juni 2019 Posted by | Konferenzen, Seminare und Veranstaltungen | , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Nachbetrachtung: 5. Datto-Autotask Usergroup Meeting

Zeit ist für Service Provider die wertvollste Ressource–unnötige Hektik ist qualitätsschädigend!

Untersuchungen haben ergeben, dass die Fehlerrate einer Person bei Unterbrechungen vier Mal höher ist als normalerweise. Es dauert durchschnittlich 15 Minuten, seine Arbeit nach einer Unterbrechung wieder aufzunehmen.

Für ein kleines, progressives IT-Unternehmen, das

  • Managed Services als intellektuelles Geschäftsmodell und den MSP als Berufsstand begreift
  • strafbewehrte Service Level Agreements versprochen hat und Verfügbarkeit "verkauft"
  • sich mit der MSPAlliance berufsständisch verpflichtet hat, stets im Sinne des Klienten zu handeln
  • bemüht ist, mit wenigen verfügbaren Ressourcen, möglichst viele Kunden mit gleich hoher Servicequalität zu beliefern
  • das "Working from everywhere" durch die Microsoft Cloud bevorzugt und den Klienten verkauft

sind neben Automatisierung und Standardisierung, auch Aufgabenpriorisierung, die Konzentration auf das gerade zu bearbeitende Thema ("working in real time") und die Reduktion von Ablenkungen eine essentielle Notwendigkeit.

Über die Ausgestaltung, damit niemand schlecht behandelt wird, lässt sich stets ein konstruktiver Diskurs führen. Deshalb nutzen wir ein PSA, haben Ticketprioritäten eingeführt und uns "Telefonregeln" gegeben.


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29. Mai 2019 Posted by | Small Business Consulting (Arbeitsethik) | , , , | Kommentare deaktiviert für Zeit ist für Service Provider die wertvollste Ressource–unnötige Hektik ist qualitätsschädigend!

Managed Services: Kunden- und Serviceorientierung

Dieses Thema wird in unserer Branche ein immer Wichtigeres, gerade auch deshalb, weil der Markt dazu zwingt, sich über das rein Technische hinaus, ebenso mit ökonomischen und gesellschaftlichen Fragen auseinander zu setzen.

Managed Service Provider gehören einem Berufsstand an und erbringen die Leistungen nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Berufsausübung.

Das bedeutet auch, dass wir ethisch und moralisch verpflichtet sind, alles für den unternehmerischen Erfolg unserer Kunden zu tun. Insofern erzwingt das Managed-Service-Modell ein intellektuelles Arbeiten. Aus diesem Grund gehören Managed- und Cloud Service Provider zu den Professional Service Firms!

Definieren wir kurz und nicht abschließend Kundenorientierung als die Bereitstellung von Diensten, die sich am Bedürfnis des Kunden orientieren und Serviceorientierung als die Fähigkeit die den bereitgestellten Diensten zugrundeliegenden Prozesse so zu gestalten, dass sie für den Kunden eine einfache, angenehme Erfahrung bieten, die seine Erwartungen möglichst übertrifft.

Um das zu erreichen orientiert sich die Branche an ITSM-Modellen. Wir benötigen dazu auch unternehmerisches Know-How; wir müssen wissen, wie der Kunde und dessen Markt funktioniert.

Prozeduren und Prozesse dürfen natürlich kein Selbstzweck sein. Wären sie dies, wäre man nicht serviceorientiert, sondern bürokratisch. “Wir machen das nicht”, oder “wir können das nicht” ist keine Antwort. “Wir machen das, aber das hat seinen Preis, weil es nicht unseren normalen Standards entspricht” wäre sicherlich wieder serviceorientiert.

Es besteht ein natürliches Spannungsverhältnis zwischen der Definition des eigenen Unternehmens und Serviceorientierung. Schlussendlich arbeitet jedes Unternehmen für den Gewinn. Gewinn kann aber nur über Kunden- und Serviceorientierung erzielt werden.

Alle unsere Prozesse und Prozeduren, SOPs, SLAs und Leistungsbeschreibungen sind auf eine höchstmögliche Serviceorientierung ausgerichtet. Serviceorientierung bedingt Effizienz und Qualität. Die Einhaltung unserer Service Level Agreements und damit das Erfüllen unseres Service-Versprechens hat oberste Priorität. Wer das negiert, handelt gegen sein eigenes Interesse und erhält am Ende nicht das, wofür er bezahlt.

Henry Ford hat einmal gesagt: „Wenn ich auf meine Kunden gehört hätte, hätte ich ihnen ein schnelleres Pferd gegeben.“ Übertragen auf unsere Branche bedeutet dies, dass das Festhalten an Break-/Fix und Commodity-Dienstleistungen, alleine um Kundenwünsche zu erfüllen, keinen Respekt, kein Prestige, keinen Umsatz und keine neuen Klienten bringt. Kurz gesagt, das Unternehmen ist so nicht zukunftsfähig, weil sich das nötige Wachstum nicht realisieren lässt.

Es ist selbstverständlich und eine Binsenweisheit, dass wir nicht gegen den Markt operieren und planen können. Wo es keine Nachfrage gibt, gibt es kein Geschäft.

Serviceorientierung bedeutet mit Nichten, stets da zu tun, was der Kunde will, stets zu lächeln und zu allem Ja und Amen zu sagen. Ständige Verfügbarkeit ist auch kein Kriterium. Dieses feudalistisch-patriarchalische Verständnis von Dienstleistung kann für einen Berufsstand nicht gelten.

Wir wissen einige Dinge grundsätzlich besser. Das macht uns zu Experten.

Dieser Wissensvorsprung muss auch bedeuten, den Kunden vor sich selbst und seiner Unwissenheit zu schützen. Bewährte Methoden nicht einzuhalten, nur um dem Kunden zu gefallen, gefährdet nicht nur ihn selbst, sondern führt auch zu einem erhöhten Risiko, sowie Mehrarbeit beim Service Provider und wird schlussendlich niemanden zufrieden stellen. Im Gegenteil verringert es die Rentabilität der bereitgestellten Dienste.

Weil wir einige Dinge besser wissen, können wir auch nur für Klienten arbeiten. Klienten fragen im Gegensatz zum Kunden nach Wissen, nach Expertise. Sein maßgebliches Kriterium ist die Lösung. Der Kunde kauft Waren ein, sein maßgebliches Kriterium ist der Preis. Während Klienten auf langfristige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen setzen, sind Kunden eher illoyal und misstrauisch. Kunden möchten, dass alles funktioniert und da möglichst noch gestern, wobei es möglichst nichts kosten darf. Die Betriebshoheit an den Provider abgeben, möchten Kunden aber auch nicht. Der Klient hingegen versteht das Prinzip der geteilten Verantwortung, welches dem Managed-Service-Modell zugrunde liegt. Klienten nehmen das Unternehmen und dessen Mitarbeiter als Spezialisten und Experten ernst, so wie wir den Klienten in einer service- und kundenorientierten Welt ernst zu nehmen haben.

Nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Führungskräfte und Unternehmer müssen IT verstehen und deren unternehmerischen Wert erkennen. Den "digitalen Analphabeten" kann sich heute niemand mehr leisten.

Uns, als Managed Service Provider, unterscheidet vom traditionellen Dienstleister, dass wir Wissen weitergeben und keine Waren verkaufen. Der Wettbewerb findet nicht auf der Preisebene statt, sondern auf der Wissensebene, aber auch darüber, wie einfach und angenehm das Konsumieren der durch uns bereitgestellten Dienste ist. Wir verkaufen also Expertendienste. Um uns als Profession von traditionellen IT-Dienstleistungen zu unterscheiden, sprechen wir von “Klienten” und “Honoraren”.

Ein feudalistisch-patriarchalisches Verständnis von Dienstleistung, gepaart mit einer Mischung aus Ignoranz und Arroganz, findet man allerdings heutzutage vor Allem dort vor, wo generell wenig Respekt der Leistung und der Zeit des Anderen gegenüber herrscht. Hierbei handelt es sich vor Allem um Unternehmen mit schmalem Budget, die in der alten Break-/Fix-Welt verhaftet und der Ansicht sind, Unternehmens-IT mit den Mitteln und dem Wissen privater EDV betreiben zu können, inklusive Geschäftsführer, die der fälschlichen Ansicht sind, sie seien die Einzigen, die keine Zeit haben. IT interessiert immer nur dann, wenn sie nicht wie gewohnt funktioniert und es wird von diesen Unternehmen vergleichsweise mehr Zeit beansprucht, als im Durchschnitt üblich. Progressive Diensterbringungs-Modelle werden abgelehnt; stattdessen werden Vorträge gehalten, wie Dienstleistungen angeblich zu erbringen seien. Empfehlungen, Planung und empfohlene Konfigurationen werden als überflüssig tituliert, Regeln ignoriert und eine konstruktive Mitwirkung für den gemeinsamen Erfolg findet nicht statt. Dafür wird ständige Bereitschaft vorausgesetzt. Das ganze Auftreten zeigt, welchen Stellenwert IT, das IT-Unternehmen und dessen Mitarbeiter haben. Besagtes Verhalten ist durchaus abhängig von Branche und Unternehmensgröße. Je größer und strukturierter das Unternehmen, um so angenehmer ist die Zusammenarbeit. Aus diesem Grunde haben wir beschlossen, uns auf Unternehmen zwischen 10 und 75 Arbeitsplätzen zu konzentrieren. Geschäftsbeziehungen müssen stets von gegenseitigem Respekt und von Anstand geprägt sein. Jeder erhält das, wofür er bereit ist, zu investieren. Vieles, was Serviceorientierung ausmacht, gibt schon der gesunde Menschenverstand vor, wenn wir uns wieder auf besagten Respekt und Anstand besinnen.

Grundsätzlich müssen die Dienste genauso zum Kunden passen, wie der Kunde zu den Diensten. Das Verhältnis muss reziprok und vom Teilen gemeinsamer Werte geprägt sein. Ein gutes persönliches Verhältnis miteinander ist Grundlage, geschäftlich auf Augenhöhe miteinander umzugehen.

Das ist der Grund, weshalb wir nicht jeden Auftrag annehmen und vor Allem auch nicht um jeden Preis. Wir behalten uns auch vor, nicht passende Geschäftsbeziehungen unserseits zu beenden. Das mit Commodity-Dienstleistungen und Break-/Fix verbundene Massengeschäft ist nicht lukrativ und nützt am Ende auch den Endabnehmern nicht, denn es birgt nicht die heutige nötige Qualität. Das Schlagwort “Der Kunde ist König” gilt für einen Berufsstand nicht. Wer den willfährigen "Kistenschieber" benötigt ist hier falsch. Eine klare Positionierung und klare Abgrenzung gehören zur Kundenorientierung, denn es werden keine falschen Erwartungen geweckt. Dies wäre unethisch.

Wir arbeiten ausschließlich für Unternehmen, die eine Vision über ihre IT- und Unternehmensstrategie haben und diese professionell entwickeln und umsetzen möchten! Wer als Unternehmer nicht interessiert ist, eine an den geschäftlichen zielen orientierte IT-Strategie zu verfolgen, benötigt nicht die Unterstützung eines progressiven Service Providers.

Selbstverständlich ist es weder kunden- noch serviceorientiert, wenn man tun und lassen würde, was man möchte; wann man möchte.

Wichtig ist es deshalb genau festzulegen, welche Dienste erbracht werden und wie, bzw. wann diese Dienste erbracht werden. Insofern unterscheiden den Service Provider auch detaillierte Leistungsbeschreibungen, SOP und ein finanziell abgesichertes  Service-Level-Agreement. Dies steuert die Erwartungen des Kunden und sorgt dafür, dass der Kunde weiß, was er wann erwarten kann. Wenn wir unsere Versprechen nicht, oder nicht rechtzeitig erfüllen, haben wir eine Strafe zu zahlen.

Wir übernehmen Verantwortung und diese Verantwortung birgt ein Risiko. Deshalb ist es recht und billig, ja auch verpflichtend, zu definieren, zu welchen Bedingungen diese Verantwortung übernommen wird. Akzeptiert der Kunde das nicht, bzw. handelt er regelmäßig gegen diese Regeln, kann man im Zweifel nicht weiter für ihn tätig sein. Das Einhalten von Regeln sind Teil des gegenseitigen Respekts.

Managed Service bedeutet die Bereitstellung von Premiumdiensten für Unternehmen, die IT als Grundlage ihres unternehmerischen Erfolgs sehen. Wir sind dafür da, diesen Unternehmen zu helfen, ihre unternehmerischen Ziele zu verwirklichen. Das ist Kundenorientierung. Managed Services gehen in ihrem Ansatz über das Technologische hinaus, weit hinein in die Unternehmensberatung.

Kundenorientierung bedeutet auch, regelmäßig und fortgesetzt in den Markt und die Kundenunternehmen hinein zu horchen, ob sich die Bedürfnisse geändert haben und, ob die angebotenen Dienste noch dem Bedarf entsprechen. Hierzu dienen Umfragen genauso, wie QBR-Meetings.

Kunden- und Serviceorientierung im Managed-Service-Modell hat seinen Preis. Das Einhalten von Servicequalität setzt entsprechende Investitionen in Werkzeuge und Fortbildung voraus, die vom Endabnehmer mit zu bezahlen sind. Das gebieten Respekt und Anstand genauso, wie das Achten von Zeit. Weil wir, als Experten, am Besten wissen, wie bestimmte Dinge zu erledigen sind, obliegt uns auch, den zeitlichen Ablauf festzulegen. Auf der anderen Seite verlangt eine Serviceorientierung dementsprechend aber auch, diese Prozesse und Prozeduren genau und detailliert zu kommunizieren, so dass sie verständlich und nachvollziehbar sind. Serviceorientierung bedeutet also auch Verlässlichkeit. Der Endabnehmer muss sich stets darauf verlassen können, dass Dienste jederzeit die gleiche zugesagte Qualität haben.

Beschäftigt sich ein unternehmerischer Endabnehmer nicht mit den Details der bereitgestellten Dienste, dann verstößt er damit nicht nur gegen gesetzliche Sorgfaltspflichten, sondern er offenbart auch geringe Wertschätzung, dem Geschäftspartner gegenüber. Auch hier gilt, dass man im Zweifel davon Abstand nehmen muss, Verantwortung und Risiko zu übernehmen.

Serviceorientierung heißt auch nicht ständige Erreichbarkeit, aber einfache Erreichbarkeit. Klienten müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Anliegen wahr- und ernst genommen wird. Sie müssen es auf einfache Art und Weise vorbringen können.

Wir müssen fokussiert, ungestört und “in Echtzeit” arbeiten können. Serviceorientierung heißt, sich ganz der gerade anstehenden Aufgabe zu widmen. Telefonate werden bspw. ausschließlich vom Front Office entgegen genommen, oder nach Terminvereinbarung geführt. Aufgaben für den Klienten haben oberste Priorität.

Hetzerei und Überstunden sind nicht serviceorientiert, denn sie schaden der Servicequalität und Arbeitsklima; somit schlussendlich dem Endabnehmer. “Werktags, 09:00 Uhr-17:00 Uhr” ist weitestgehend möglich. Das gilt analog für Wochenend- und Nachtarbeit, wobei es für Beides natürlich eng begrenzte Ausnahmen gibt. Bestimmte Dinge können nur zu bestimmten Zeiten erledigt werden.

Wenn wir die Arbeitsweise und Märkte unserer Klienten verstehen, wenn wir also kundenorientiert arbeiten, dann können wir innovative Lösungen finden, bzw. Alternativlösungen, für Dinge, die der Klient wünscht, die aber fachlich so nicht machbar sind. Diese Lösungsorientierung ist serviceorientiert. Nur zu verkünden, etwas sei nicht machbar, ist selbstredend keine Option, sondern selbst-diskreditierend.

Standardisierung und Automatisierung helfen uns, mit möglichst wenigen Ressourcen das Maximum an Dienstqualität für eine große Anzahl an zu verwaltenden Organisationen zu erreichen. Wer Wert auf “Kisten schieben” und “Händchen halten vor Ort” legt, ist im Managed-Service-Modell nicht richtig aufgehoben. Verfügbarkeit und Anzahl von Technikern ist als Kriterium für die Dienstgüte obsolet. Wir stellen Dienste so zur Verfügung, dass sie einfach zu konsumieren sind und möglichst ohne manuelle Eingriffe funktionieren. Die Bereitstellung von Ressourcen zur Selbsthilfe gehört ebenso dazu. Wir ersetzen zeit- und kostenintensive Vor-Ort-Arbeit durch remote ausgeführte Tätigkeiten.

Serviceorientierung bedeutet aber eine, nach Möglichkeit,  regionale Ausrichtung. Das erlaubt eine tiefere, persönliche Beziehung zwischen Service Provider und Konsument. Der Endabnehmer von Managed Services kann sich mit regionalen Anbietern eher identifizieren. Die Dinge bleiben sozusagen in der Familie, hier also im Mittelstand.

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17. April 2019 Posted by | Small Business Consulting (Arbeitsethik) | , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Managed Services: Kunden- und Serviceorientierung

Einschätzung: Allianzen innerhalb der MSP-Community

Vor einiger Zeit haben wir an einem Webinar zum Thema “Building A-Team Alliances to Extend Your MSP Capabilities“ teilgenommen, präsentiert von Richard Tubb.

Synopsis: “By forming strategic relationships with a complementary mix of specialist providers. Your network can help your business focus on your core competencies while helping you expand your service capabilities: in hours, expertise, geographic reach, and more.”

Das ist ein sehr interessantes und wichtiges Thema, gerade in der heutigen Zeit, die gesellschaftlich, ökonomisch und technologisch komplex geworden ist.

Richard bat uns um eine Einschätzung aus deutscher Sicht.

Wir sehen das genauso! Managed Service Provider gehören einem Berufsstand an und erbringen die Leistungen nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Berufsausübung. Das bedeutet auch, dass MSPs – im Gegensatz zum traditionellen Systemhaus-Geschäft – eine Art familiären Umgang pflegen. Man findet dort professionelle – intellektuell hochwertige – Kontakte zur unternehmerischen Weiterentwicklung und kann deshalb leichter professionelle, strategische Allianzen zur Unternehmensentwicklung und zur Wissensbündelung bilden.

In Deutschland muss man allerdings (noch) aufpassen, mit wem man Umgang pflegt: Es gibt zu viele Unternehmen, die “Managed Services” nur als Label und als Abrechnungsmodell nutzen und weiterhin alt-hergebrachtes Systemhaus-Geschäft abliefern. Insofern kann man sich als Managed Service Provider, im Sinne der MSPAlliance (noch) gut unternehmerisch von der großen Masse abgrenzen. Auch gibt es zu viele „Möchtegerns“ und „Billigheimer“ auf dem deutschen Markt, von denen es nötig ist, sich abzugrenzen. Wir arbeiten ausschließlich mit Profis zusammen! Unternehmen, mit denen man eine gewisse unternehmerische und fachliche Qualitätsstufe teilt und mit denen man auf einer höheren intellektuellen Stufe interagieren kann.

Dies gilt insbesondere dann, wenn man den Community-Gedanken ernst nimmt: Nur diejenigen MSPs, die bereit und in der Lage sind, zum Wohle der Endabnehmer von Managed Services zusammen zu arbeiten und insofern das Managed-Services-Modell als Berufsstand stärken, werden Marktführer sein und bieten den Endabnehmern Mehrwerte und ein Alleinstellungsmerkmal.

Der Community-Gedanke unterscheidet den MSP von einem herkömmlichen IT-Dienstleister.

Diese Änderung im Denken ist gerade heute nötig, wo es nicht mehr möglich ist, alles aus einer Hand anzubieten. Die technologische Komplexität zwingt zur Spezialisierung auf bestimmte Themen und Cloud-Computing fördert ein Zusammenrücken zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmerische Endabnehmer erwarten mehr als traditionelle IT und insofern erfordert der Markt ein zunehmend intellektuelleres Arbeiten. Automatisierung und Standardisierung erfordert höhere Investitionen und auf der anderen Seite müssen wir bei Commodity-Dienstleistungen für Zeit- und Kosteneffizienz sorgen. Das schafft man nur gemeinsam, da es in den aller seltensten Fällen  gelingen wird, eine “In-House-Lösung” zu finden; dank des Fachkräftemangels.

Der Community-Gedanke erfordert ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen und ein hohes Maß an fachlicher und intellektueller Qualität. Schließlich repräsentieren wir den jeweiligen Partner gegenüber den Endabnehmern, aber eben auch einen Berufsstand, der verantwortungsvoll und ethisch handelt.

Nur gemeinsam können wir den Anforderungen gerecht werden und die Masse der “Kistenschieber” zu Gunsten wirklicher Premiumdienste, Diensten mit Mehrwerten, hinter uns lassen.


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3. April 2019 Posted by | Small Business Consulting (Arbeitsethik), Small Business Solutions | , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Einschätzung: Allianzen innerhalb der MSP-Community